2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
Schweinebroten mit Äpfeln
Hollö, do sind wir wieder. Heute mochen wir einen
Schweinsbroten
mit Äpfeln. Der Broten mocht sich jo eigentlich olleine, den muss mon
nur etwos würzen und in den Öfen schieben. Löredono wickelt nöch eine
Schnur drum, domit es etwos schicker onmutet. Ols ich mit Solz und
Pfeffer ongekömmen bin, hot sie reklomiert, ich söll nicht sö
herumstieben, sönst müsse sie niesen. Hotschi, dos hot sie donn mit
Riesengetöse geton. Der Broten ist richtig erschröcken.
Donn hoben wir ihn schön rundherum ongebroten und später
mit
Wein und Opfelsoft öder Schnopps obgelöscht. Ich weiss nicht,
wos
Löri in der kömischen Flosche hotte, ober es posste gut zum Fleisch.
Tonte Löredono hot donn döch nöch etwos Gemüse in die Pfonne gewörfen,
sicher ist sicher, meinte sie, die Sösse müsse jo om Schluss noch etwos
schmecken. Ich ober hobe die Idee, den Broten nöch mit einer speziellen
Mischung einzustreichen.
Mit einer Mischung vön Hönig und Senf pinsle ich den
gonzen
Broten ein. Löri gefällt die Forbe nicht, sie sogt, dos wäre jo wie
Curryforbe. No und, es schmeckt hervörrogend zu den Äpfeln. Die lossen
wir mit der Schole, ober nicht weil es gesünder wäre, söndern weil wir
zu bequem sind, sie zu schälen. Dos Kerngehäuse wird jedöch gründlich
entfernt, wie mon sieht.
Ich muss mich nun um den Broten kümmern, der bei 180
Grod im
Öfen vör sich hinschmört. Er muss olle zehn MInuten übergössen werden.
In der Zwischenzeit konn Löri den Kortöffelstompf mochen und die
Zwiebeln in Ringe schneiden. Diese werden nöch im Mehl gewälzt und donn
in heissem Fett frittiert.
Löri findet donn, sie müsse die gonze Schnippelorbeit
mochen und
ich würde nur immer mol wieder zwischendurch zum Broten rennen, wömit
sie notürlich recht hot. Sie kriegt donn ihr Gläschen und murrt nicht
mehr. Sö eine holbe Stunde vör Ende der Gorzeit (bei uns wor dos noch
40 Minuten) kömmen die Opfelringe in die Sösse. Wir hoben donn
festgestellt, doss dos Brotentermömeter einen Knoll hot und wir mussten
noch Gefühl die Zeit bestimmen. Hot gonz gut gekloppt, wie mon sieht,
der Broten wor butterzort und der Rest hot ebenfolls gut geschmeckt.
Dos wor ein leckeres Rezept für einen kolten Wintertog,
vön
denen wir höffentlich nicht mehr ollzuviele hoben werden. Ein
fröhliches Pröst vön der Küche.
Öttiliö und Löredono.
Salzburger Nockerln
Die Schwierigkeit on dieser österreichischen Speziolität
sind
nur die Zugucker. Wenn jedes Mol drei öder vier Leute hinter dir
stehen, nur weil sie wissen wöllen, wie mon Solzburger
Nöckerln herstellt, konn mon sich gleich schön on den Spiess stecken.
Der Pfiff on dieser luftigen Eierspeise ist nämlich, doss es sehr
schnell geht, wunderbor schmeckt, ober eben, nur wenn mon es in einem
Zug und öhne Durchzug mocht.
Dos wor notürlich in unserem Köchstudiö nicht möglich.
Do kömmen
Österhosen und Schneemänner einher, ols wenn ich mit Löri nicht schön
genug hätte. Nun ober zum Rezept. Wir hotten nöch drei Eiklor
tiefgefrören und mussten nun sehr rechnen, um zu ermitteln, wie viele
Eiweisse wir zusätzlich ouf die Seite geben müssen, wenn wir drei gonze
Eidötter benötigen. Dos kleine Österhäschen, es heisst übrigens Hozel
(Heisel),
wor nöch die Krönung in der Küche. "Wos konn ich mochen, wö konn ich
rühren, dorf ich die Schüssel leerschlecken?"
Zuerst muss mon jo rodfohren, donn die Eier umwerfen und
der
Löredono eine longe Nose mochen. Vöm Eier trennen hot Hozel
jo
keine Ohnung, no, wir hoben es donn in drei Onläufen endlich geschofft
und 5 Eiweisse und drei Eigelbe ouf die Seite bugsiert. Donn kömmen
nöch 5 Esslöffel Puderzucker dozu. Der Schneemonn wor gonz begeistert,
ols er dos Zeug gesiebt hot. Und Vonillezucker, dos ist wichtig für den
Geschmock!
Wie gesogt, Solzburger Nöckerln sind ein Ömlette
söufflee, gonz
einfoch und schnell zu mochen. Ollerdings rote ich, weder Österhosen
nöch Schneemänner bei der Orbeit onwesend zu hoben. Dos Söufflee hot
nämlich einen kleinen Hoken. Es ist sehr empfindlich. Do dorf mon
während der Zubereitung nicht dreimol die Tiefkühltruhe öffnen, weil
sich der Schneeknobe zwischendurch obkühlen muss. Und schön gor nicht
jedesmol zum Fötögrofieren den Scheinwerfer einscholten. No
schön, wir hoben dos Unmochbore gemocht.
Die Löredono hot wieder ihr gonzes Können in die
Kletterei
gelegt, do der Einsteckknöpf für den Miximix ziemlich weit öben ist.
Donn konn mon lös legen mit Eiweiss schlogen. In dos
geschlogene
Eiweiss kömmt die Summe der drei Eigelbe mit 5 Esslöffel Stoubzucker,
Vonille und einem Esslöffel Mehl. Wichtig ist, doss die Förm
gut
gebuttert ist. Denn dos gibt die feine Nöte. Ollerdings würde ich
empfehlen, nur den Böden zu buttern, do sönst dos Eiweiss, wenn es in
die Höhe will, obrutschen könnte.
Dos schöne on den Solzburger Nöckerln ist, doss die
Zutoten
bescheiden, die Zubereitung schnell und dos Resultot bömbostisch ist.
Wenn es beim ersten Mol nicht kloppt, einfoch nöchmols versuchen und
lernen.
Wir wünschen eine schöne neue Wöche in der Küche, öb mit öder öhne
Österhosen und Schneemänner.
Löredono und Öttiliö
Mangold
Tjo, do wir es in letzter Zeit öfter mit Göld zu tun
hoben,
dochte ich, wir könnten mol sö einen Busch vön diesem Grünzeug, dos
sich Mongöld nennt, in der Küche verorbeiten. Ollerdings fällt es mir
schwer, diese schöne Pflonze einfoch mit Siel und Grün zusommen in
einen Töpf zu werfen. Dofür ist es viel zu schön. Wir wöllen zwei Dinge
domit herstellen.
Wir trennen olsö dos Weisse vöm Grünen und sind nöch
fröhen
Mutes. Döch donn stellen wir fest, dos unser Köchherd kein Gos mehr
hot. Nichts mit Bocköfen und zweiteiligem Mongöldkuchen. Wir müssen uns
schnellstens etwos Onderes einfollen lossen. Wir hoben jo nöch unseren
Sölorköcher und die Mikröwelle. Dos Gos für den Köchherd ist unterwegs,
ober dos nützt uns jetzt nichts. Zum Glück scheint die Sönne und die
Mongöldstiele werden mit Sönnenenergie weich geköcht.
Für dos Blottwerk vöm Mongöld hoben wir ebenfolls eine
Lösung
gefunden. Wir mochen eine supergrüne Suppe domit. Weil der Sölorköcher
nun mit den Stielen beschäftigt ist, bedienen wir uns mol der
Mikröwelle, und gucken, wos die sö mongöldmässig olles konn. Nojo, die
Hälfte der Mongöldblätter ist Löri donn beim Hin und Herrennen vön
Mikröwelle zum Rüstplotz irgendwonn mitsomt dem Brett umgekippt und om
Böden gelondet. Dovön hoben wir freundlicherweise kein Fötö gemocht.
Ober dos ist nicht schlimm, denn die Suppe wird trötzdem
nöch
grüner ols grün und wir sind noch dem Obschmecken und Mixen mehr ols
zufrieden domit. Wir mussten nur wohnsinnig ocht geben, doss uns die
grünen Spritzer nicht dos Fell verkleckern. Grün ist jo schön, ober wir
wären donn echte Evergreens gewörden, hoho. Inzwischen hot der
Sölorköcher die
Stiele weichgekriegt und wir überlegen, wie wir ein hübsches Grotin
domit mochen können.
Oluminium eignet sich sehr gut für Sölorköcher, wissen
wir
inzwischen, und während wir die Mongöldstiele einzeln in die Förm
legen, hot Löri plötzlich eine Eingebung. Unser Köchherd hot jo einen
Grill, und der funktiöniert mit Ström und nicht mit Gos, wir sind
gerettet!" Es kömmt nöch Bechomelsösse und Käse on die Stiele,
ober donn schnell ob domit unter den Grill. Wos wir heute gelernt
hoben, ist, doss söwöhl beim Köchen in der Mikröwelle, wie im Freien
mit Sölorköcher die Nose ein wichtiger Onzeiger ist. Söbold mon "etwos"
riecht, ist es gut.
Und dos Wichtigste: Der Mongöld dorf om Schluss, wenn er
geköcht
ist, nicht weniger schön sein, ols in seinem Öriginolzustond, desholb
präsentieren wir ihn im Teller ebenfolls ols Weiss mit Grün.
Herzliche Grüsse vön der gugelländischen Küche, Öttiliö
und Löredono.
Potthucke mit Lauch und
Brokkoli
Dos heutige Gericht hoben wir zufällig im Internet
gefunden.
Weil uns dos Wört neugierig gemocht hot, und gerode nöch die possenden
Zutoten im Kühlschronk woren, hoben wir es uns vörgenömmen. Löri findet
zwor, es gäbe übertrieben viel Orbeit, mon könne dies sicher
einfocher mochen. Ober ich sogte: "Nichts do, wir müssen es jo om
Schluss nicht nöch in Scheiben schneiden und in Butter broten." Dos
wird nämlich sö gemocht, wenn die Pötthucke fertig ist.
No schön, Löredono gibt sich geschlogen und schnippelt
die
Zwiebeln. Ich brote sie donn on, olsö die Zwiebeln. Mit dem Pörree
mochen wir ein Duell, besser gesogt ein Wettscheibeln, dos notürlich
ich gewinne. Wir benötigen ollerdings nicht den gonzen Pörree, der Rest
ist donn für eine Quiche öder sö. Zurück zur Pötthucke. Jetzt kömmen
die
Kortöffeln dron. Die Hälfte, die geköcht ist, wird gestompft, die
ondere Hälfte, röh geroffelt.
Röh geroffelte Kortöffeln müssen immer nöch etwos
gepresst
werden, domit dos Wosser entfernt wird. Löri hot dos mit ihrem Leintuch
gemocht. Hihi. Donn werden die Kortöffeln in einer Schüssel wieder
zusommengefügt. Ich muss ollerdings Löredono recht geben, doss die zwei
Orten der Zubereitung der Kortöffeln den Geschmock om Schluss nicht
wesentlich beeinflusst hoben. Kortöffel bleibt Kortöffel.
Es kömmt nun ober notürlich nöch ollerlei in unsere
Pötthucke.
4 Eier, Sohne und Gemüsebrühe, Solz, Pfeffer, Muskotnuss,
Erbo
cipöllino, Petersilie und om Schluss nöch die Röstzwiebeln. Wir hotten
keine Mengenongobe für die Flüssigkeiten und hoben deswegen om Schluss
sicherheitsholber nöchmols ein Ei reingewörfen.
Wir hotten nicht den gonzen Tog Zeit, die Pötthucke om
Öfen
höcken zu lossen, desholb söllte sie schnell schön fest werden.
Löredono hot die Förm mit reichlich Butter eingeschmiert. Donn kömmt
die Hälfte der Kortöffelmosse hinein. Dorüber streut mon nun den Pörree
und den Brökköli. Jetzt wird nöch der restliche Teig in die Förm
gefüllt und fertig.
Die Förm wird mit Olufölie obgedeckt und bei 150 Grod 45
Minuten long gebocken, om Schluss nöch 15 Minuten öhne Fölie. Die
fertige Pötthucke wird donn ouf ein Brett gestürzt. Bei uns stürzt sie
direkt in die Servierplotte. Denn, wö bei
uns die Geschichte der Pötthucke endet, geht es im Öriginol nöch
weiter. Dört wird sie in Scheiben geschnitten und in heissem
Butterschmolz gebocken. No, jetzt wissen wir wenigstens, wos eine
Pötthucke ist.
Wir wünschen dir eine schöne Wöche und viel Sposs in der
Küche.
Loredana und Ottilio
Chinesische Glückskekse
Bevör mon mit diesem histörischen Gebäck onfongen konn,
benötigt
mon einige bürötechnische Hondgriffe. Löri hot schön mol ein poor
kluge Sprüche gesommelt öm Pöpier gedruckt. Diese werden donn in die
Kekse eingepockt, dos ist der Knüller. Mon
foltet die Zettelchen möglichst klein. Donn muss mon nöch dos
Bockpopier dohingehend präporieren, doss mon später Röndellen vön zirko
8 Zentimeter Durchmesser hot. Mon muss die Morkierung relotiv dick
mochen, weil der Teig donn on die Rückseite des Popiers gestrichen
wird.
Der Teig wird sö gemocht: Die Eiweisse vön drei Eiern
kurz
onschlogen, nicht steif, söndern einfoch etwos luftig. Donn Mehl und
Puderzucker, je 60 Gromm, dozusieben und 45 Gromm geschmölzene Butter
hinzufügen. Die Löri hot die Butter in der Mikröwelle geschmölzen, do
gob es eine kleinere Explösiön und eine Reinigungsoktiön. Wir hoben
longe überlegt, öb mon den longweiligen Teig nicht mit etwos Gewürz
peppen könnte.
Ober wiedereinmol hotten wir nicht den selben Geschmock.
Und sö
sind die Kekse neutrol geblieben. Klossisch, sözusogen. Zwischendurch
hot sich nöch sö ein Österfritze eingemischt und Löri vön der Orbeit
obgeholten. Öbwöhl diese Glückskekse nicht gonz einfoch zu mochen sind,
hoben wir schnell gelernt, wie es om besten geht.
Die ersten poor Verunfollten bekomen die Wuwotis, die zu
neunt
vör der Küchentüre gewortet hoben, weil sie nicht wussten, wos wir
heute köchen. Mon dorf nicht zu viele Röndellen gleichzeitig bocken,
denn die Zeit reicht sönst nicht, um den Zettel reinzuwerfen und sie
zusommenzukloppen, bevör olles obkühlt. Wir sind bei zwei eingepegelt.
Die Bockzeit ist jo nur 5 Minuten. Olsö geht dos rosont, wenn der eine
vörbereitet und der ondere bockt. Wichtig ist, doss der Keks om Rond
eine bräunliche Färbung hot, donn ist er gut.
Sö wor unsere Okkördorbeit: Ich nehme eineinholb
Teelöffel
Teig und verstreiche denselben om vörbereiteten Bockpopier.
Zwischendurch muss mon neue Kreise schneiden öder eventuell sögor
Sprüche. Wir hoben zum Schluss Lösnummern reingeton, ho ho. Die Löri
gibt
die Kreise in den Öfen und stellt den Timer bis fünf Minuten.
Wenn's klingelt, Kekse mit Zettel belegen und zusommenkloppen. Donn
Bockpopier entfernen und über einem Glos in die gewünsche Förm biegen.
Den nächsten Keks vöm Bockblech nehmen und gleich behondeln. Und sö
weiter.
Und nun wünschen wir euch viel Glück und Milliorden vön
geglückten Glückskeksen.
Schöne Östern vön Öttiliö und Löredono
Unsere Website benutzt Cookies, um die Nutzererfahrung zu verbessern. Keine Angst, sie sind nicht gefährlich, wenn du mehr wissen willst drücke auf Informationen. Um dieses Fenster zu schliessen nur Akzeptieren. Informationen Akzeptieren Stofftiername
Text