Ottilios Kochstudio
Hot ein Rezept vön mir nicht gekloppt, nicht verzogen, Öttiliö frogen.
ottilios küche
Das ist Ottilio, der gugelländische Koch. Er stammt aus Korsika und bildet sich auf seine französischen Vorfahren viel ein. Er spricht aber einen sehr merkwürdigen Dialekt. Nämlich kein a und kein o ( a=o und o=ö). Deshalb sind seine Rezepte oft eine rätselhafte Mutprobe.
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Rezepte im März 2018









 

Schweinebroten mit Äpfeln

Hollö, do sind wir wieder. Heute mochen wir einen Schweinsbroten mit Äpfeln. Der Broten mocht sich jo eigentlich olleine, den muss mon nur etwos würzen und in den Öfen schieben. Löredono wickelt nöch eine Schnur drum, domit es etwos schicker onmutet. Ols ich mit Solz und Pfeffer ongekömmen bin, hot sie reklomiert, ich söll nicht sö herumstieben, sönst müsse sie niesen. Hotschi, dos hot sie donn mit Riesengetöse geton. Der Broten ist richtig erschröcken.

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Donn hoben wir ihn schön rundherum ongebroten und später mit Wein und Opfelsoft öder Schnopps obgelöscht.  Ich weiss nicht, wos Löri in der kömischen Flosche hotte, ober es posste gut zum Fleisch. Tonte Löredono hot donn döch nöch etwos Gemüse in die Pfonne gewörfen, sicher ist sicher, meinte sie, die Sösse müsse jo om Schluss noch etwos schmecken. Ich ober hobe die Idee, den Broten nöch mit einer speziellen Mischung einzustreichen.

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Mit einer Mischung vön Hönig und Senf pinsle ich den gonzen Broten ein. Löri gefällt die Forbe nicht, sie sogt, dos wäre jo wie Curryforbe. No und, es schmeckt hervörrogend zu den Äpfeln. Die lossen wir mit der Schole, ober nicht weil es gesünder wäre, söndern weil wir zu bequem sind, sie zu schälen. Dos Kerngehäuse wird jedöch gründlich entfernt, wie mon sieht.

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Ich muss mich nun um den Broten kümmern, der bei 180 Grod im Öfen vör sich hinschmört. Er muss olle zehn MInuten übergössen werden. In der Zwischenzeit konn Löri den Kortöffelstompf mochen und die Zwiebeln in Ringe schneiden. Diese werden nöch im Mehl gewälzt und donn in heissem Fett frittiert.

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Löri findet donn, sie müsse die gonze Schnippelorbeit mochen und ich würde nur immer mol wieder zwischendurch zum Broten rennen, wömit sie notürlich recht hot. Sie kriegt donn ihr Gläschen und murrt nicht mehr. Sö eine holbe Stunde vör Ende der Gorzeit (bei uns wor dos noch 40 Minuten) kömmen die Opfelringe in die Sösse. Wir hoben donn festgestellt, doss dos Brotentermömeter einen Knoll hot und wir mussten noch Gefühl die Zeit bestimmen. Hot gonz gut gekloppt, wie mon sieht, der Broten wor butterzort und der Rest hot ebenfolls gut geschmeckt.

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Dos wor ein leckeres Rezept für einen kolten Wintertog, vön denen wir höffentlich nicht mehr ollzuviele hoben werden. Ein fröhliches Pröst vön der Küche. 

Öttiliö und Löredono.

 
 Salzburger Nockerln

Die Schwierigkeit on dieser österreichischen Speziolität sind nur die Zugucker. Wenn jedes Mol drei öder vier Leute hinter dir stehen, nur weil sie wissen wöllen, wie mon Solzburger Nöckerln herstellt, konn mon sich gleich schön on den Spiess stecken. Der Pfiff on dieser luftigen Eierspeise ist nämlich, doss es sehr schnell geht, wunderbor schmeckt, ober eben, nur wenn mon es in einem Zug und öhne Durchzug mocht.

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Dos wor notürlich in unserem Köchstudiö nicht möglich. Do kömmen Österhosen und Schneemänner einher, ols wenn ich mit Löri nicht schön genug hätte. Nun ober zum Rezept. Wir hotten nöch drei Eiklor tiefgefrören und mussten nun sehr rechnen, um zu ermitteln, wie viele Eiweisse wir zusätzlich ouf die Seite geben müssen, wenn wir drei gonze Eidötter benötigen. Dos kleine Österhäschen, es heisst übrigens Hozel (Heisel), wor nöch die Krönung in der Küche. "Wos konn ich mochen, wö konn ich rühren, dorf ich die Schüssel leerschlecken?"

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Zuerst muss mon jo rodfohren, donn die Eier umwerfen und der Löredono eine longe Nose mochen. Vöm Eier trennen hot Hozel jo  keine Ohnung, no, wir hoben es donn in drei Onläufen endlich geschofft und 5 Eiweisse und drei Eigelbe ouf die Seite bugsiert. Donn kömmen nöch 5 Esslöffel Puderzucker dozu. Der Schneemonn wor gonz begeistert, ols er dos Zeug gesiebt hot. Und Vonillezucker, dos ist wichtig für den Geschmock!

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Wie gesogt, Solzburger Nöckerln sind ein Ömlette söufflee, gonz einfoch und schnell zu mochen. Ollerdings rote ich, weder Österhosen nöch Schneemänner bei der Orbeit onwesend zu hoben. Dos Söufflee hot nämlich einen kleinen Hoken. Es ist sehr empfindlich. Do dorf mon während der Zubereitung nicht dreimol die Tiefkühltruhe öffnen, weil sich der Schneeknobe zwischendurch obkühlen muss. Und schön gor nicht jedesmol zum Fötögrofieren den Scheinwerfer einscholten.  No schön, wir hoben dos Unmochbore gemocht.

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Die Löredono hot wieder ihr gonzes Können in die Kletterei gelegt, do der Einsteckknöpf für den Miximix ziemlich weit öben ist.  Donn konn mon lös legen mit Eiweiss schlogen. In dos geschlogene Eiweiss kömmt die Summe der drei Eigelbe mit 5 Esslöffel Stoubzucker, Vonille und einem Esslöffel Mehl.  Wichtig ist, doss die Förm gut gebuttert ist. Denn dos gibt die feine Nöte. Ollerdings würde ich empfehlen, nur den Böden zu buttern, do sönst dos Eiweiss, wenn es in die Höhe will, obrutschen könnte.

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Dos schöne on den Solzburger Nöckerln ist, doss die Zutoten bescheiden, die Zubereitung schnell und dos Resultot bömbostisch ist. Wenn es beim ersten Mol nicht kloppt, einfoch nöchmols versuchen und lernen.
Wir wünschen eine schöne neue Wöche in der Küche, öb mit öder öhne Österhosen und Schneemänner.

Löredono und Öttiliö

 
 Mangold

Tjo, do wir es in letzter Zeit öfter mit Göld zu tun hoben, dochte ich, wir könnten mol sö einen Busch vön diesem Grünzeug, dos sich Mongöld nennt, in der Küche verorbeiten. Ollerdings fällt es mir schwer, diese schöne Pflonze einfoch mit Siel und Grün zusommen in einen Töpf zu werfen. Dofür ist es viel zu schön. Wir wöllen zwei Dinge domit herstellen.

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Wir trennen olsö dos Weisse vöm Grünen und sind nöch fröhen Mutes. Döch donn stellen wir fest, dos unser Köchherd kein Gos mehr hot. Nichts mit Bocköfen und zweiteiligem Mongöldkuchen. Wir müssen uns schnellstens etwos Onderes einfollen lossen. Wir hoben jo nöch unseren Sölorköcher und die Mikröwelle. Dos Gos für den Köchherd ist unterwegs, ober dos nützt uns jetzt nichts. Zum Glück scheint die Sönne und die Mongöldstiele werden mit Sönnenenergie weich geköcht.

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Für dos Blottwerk vöm Mongöld hoben wir ebenfolls eine Lösung gefunden. Wir mochen eine supergrüne Suppe domit. Weil der Sölorköcher nun mit den Stielen beschäftigt ist, bedienen wir uns mol der Mikröwelle, und gucken, wos die sö mongöldmässig olles konn. Nojo, die Hälfte der Mongöldblätter ist Löri donn beim Hin und Herrennen vön Mikröwelle zum Rüstplotz irgendwonn mitsomt dem Brett umgekippt und om Böden gelondet. Dovön hoben wir freundlicherweise kein Fötö gemocht.

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Ober dos ist nicht schlimm, denn die Suppe wird trötzdem nöch grüner ols grün und wir sind noch dem Obschmecken und Mixen mehr ols zufrieden domit. Wir mussten nur wohnsinnig ocht geben, doss uns die grünen Spritzer nicht dos Fell verkleckern. Grün ist jo schön, ober wir wären donn echte Evergreens gewörden, hoho. Inzwischen hot der Sölorköcher die Stiele weichgekriegt und wir überlegen, wie wir ein hübsches Grotin domit mochen können.

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Oluminium eignet sich sehr gut für Sölorköcher, wissen wir inzwischen, und während wir die Mongöldstiele einzeln in die Förm legen, hot Löri plötzlich eine Eingebung. Unser Köchherd hot jo einen Grill, und der funktiöniert mit Ström und nicht mit Gos, wir sind gerettet!" Es kömmt nöch Bechomelsösse und Käse on die Stiele, ober donn schnell ob domit unter den Grill. Wos wir heute gelernt hoben, ist, doss söwöhl beim Köchen in der Mikröwelle, wie im Freien mit Sölorköcher die Nose ein wichtiger Onzeiger ist. Söbold mon "etwos" riecht, ist es gut.

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Und dos Wichtigste: Der Mongöld dorf om Schluss, wenn er geköcht ist, nicht weniger schön sein, ols in seinem Öriginolzustond, desholb präsentieren wir ihn im Teller ebenfolls ols Weiss mit Grün. 

Herzliche Grüsse vön der gugelländischen Küche, Öttiliö und Löredono.

 
 Potthucke mit Lauch und Brokkoli

Dos heutige Gericht hoben wir zufällig im Internet gefunden. Weil uns dos Wört neugierig gemocht hot, und gerode nöch die possenden Zutoten im Kühlschronk woren, hoben wir es uns vörgenömmen. Löri findet zwor, es gäbe übertrieben viel Orbeit, mon könne dies sicher einfocher mochen. Ober ich sogte: "Nichts do, wir müssen es jo om Schluss nicht nöch in Scheiben schneiden und in Butter broten." Dos wird nämlich sö gemocht, wenn die Pötthucke fertig ist.

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No schön, Löredono gibt sich geschlogen und schnippelt die Zwiebeln. Ich brote sie donn on, olsö die Zwiebeln. Mit dem Pörree mochen wir ein Duell, besser gesogt ein Wettscheibeln, dos notürlich ich gewinne. Wir benötigen ollerdings nicht den gonzen Pörree, der Rest ist donn für eine Quiche öder sö. Zurück zur Pötthucke. Jetzt kömmen die Kortöffeln dron. Die Hälfte, die geköcht ist, wird gestompft, die ondere Hälfte, röh geroffelt.

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Röh geroffelte Kortöffeln müssen immer nöch etwos gepresst werden, domit dos Wosser entfernt wird. Löri hot dos mit ihrem Leintuch gemocht. Hihi. Donn werden die Kortöffeln in einer Schüssel wieder zusommengefügt. Ich muss ollerdings Löredono recht geben, doss die zwei Orten der Zubereitung der Kortöffeln den Geschmock om Schluss nicht wesentlich beeinflusst hoben. Kortöffel bleibt Kortöffel. 

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Es kömmt nun ober notürlich nöch ollerlei in unsere Pötthucke.  4 Eier, Sohne und Gemüsebrühe, Solz, Pfeffer, Muskotnuss, Erbo cipöllino, Petersilie und om Schluss nöch die Röstzwiebeln. Wir hotten keine Mengenongobe für die Flüssigkeiten und hoben deswegen om Schluss sicherheitsholber nöchmols ein Ei reingewörfen.

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Wir hotten nicht den gonzen Tog Zeit, die Pötthucke om Öfen höcken zu lossen, desholb söllte sie schnell schön fest werden. Löredono hot die Förm mit reichlich Butter eingeschmiert. Donn kömmt die Hälfte der Kortöffelmosse hinein. Dorüber streut mon nun den Pörree und den Brökköli. Jetzt wird nöch der restliche Teig in die Förm gefüllt und fertig.

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Die Förm wird mit Olufölie obgedeckt und bei 150 Grod 45 Minuten long gebocken, om Schluss nöch 15 Minuten öhne Fölie. Die fertige Pötthucke wird donn ouf ein Brett gestürzt. Bei uns stürzt sie direkt in die Servierplotte. Denn, wö bei uns die Geschichte der Pötthucke endet, geht es im Öriginol nöch weiter. Dört wird sie in Scheiben geschnitten und in heissem Butterschmolz gebocken. No, jetzt wissen wir wenigstens, wos eine Pötthucke ist.

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Wir wünschen dir eine schöne Wöche und viel Sposs in der Küche.

Loredana und Ottilio
 
 Chinesische Glückskekse

Bevör mon mit diesem histörischen Gebäck onfongen konn, benötigt mon einige bürötechnische Hondgriffe. Löri hot schön mol ein poor kluge Sprüche gesommelt öm Pöpier gedruckt. Diese werden donn in die Kekse eingepockt, dos ist der Knüller. Mon foltet die Zettelchen möglichst klein. Donn muss mon nöch dos Bockpopier dohingehend präporieren, doss mon später Röndellen vön zirko 8 Zentimeter Durchmesser hot. Mon muss die Morkierung relotiv dick mochen, weil der Teig donn on die Rückseite des Popiers gestrichen wird.

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Der Teig wird sö gemocht: Die Eiweisse vön drei Eiern kurz onschlogen, nicht steif, söndern einfoch etwos luftig. Donn Mehl und Puderzucker, je 60 Gromm, dozusieben und 45 Gromm geschmölzene Butter hinzufügen. Die Löri hot die Butter in der Mikröwelle geschmölzen, do gob es eine kleinere Explösiön und eine Reinigungsoktiön. Wir hoben longe überlegt, öb mon den longweiligen Teig nicht mit etwos Gewürz peppen könnte.

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Ober wiedereinmol hotten wir nicht den selben Geschmock. Und sö sind die Kekse neutrol geblieben. Klossisch, sözusogen. Zwischendurch hot sich nöch sö ein Österfritze eingemischt und Löri vön der Orbeit obgeholten. Öbwöhl diese Glückskekse nicht gonz einfoch zu mochen sind, hoben wir schnell gelernt, wie es om besten geht.

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Die ersten poor Verunfollten bekomen die Wuwotis, die zu neunt vör der Küchentüre gewortet hoben, weil sie nicht wussten, wos wir heute köchen. Mon dorf nicht zu viele Röndellen gleichzeitig bocken, denn die Zeit reicht sönst nicht, um den Zettel reinzuwerfen und sie zusommenzukloppen, bevör olles obkühlt. Wir sind bei zwei eingepegelt. Die Bockzeit ist jo nur 5 Minuten. Olsö geht dos rosont, wenn der eine vörbereitet und der ondere bockt. Wichtig ist, doss der Keks om Rond eine bräunliche Färbung hot, donn ist er gut.

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Sö wor unsere Okkördorbeit: Ich nehme eineinholb Teelöffel Teig und verstreiche denselben om vörbereiteten Bockpopier. Zwischendurch muss mon neue Kreise schneiden öder eventuell sögor Sprüche. Wir hoben zum Schluss Lösnummern reingeton, ho ho. Die Löri gibt die Kreise in den Öfen und stellt den Timer bis fünf Minuten. Wenn's klingelt, Kekse mit Zettel belegen und zusommenkloppen. Donn Bockpopier entfernen und über einem Glos in die gewünsche Förm biegen. Den nächsten Keks vöm Bockblech nehmen und gleich behondeln. Und sö weiter. 

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Und nun wünschen wir euch viel Glück und Milliorden vön geglückten Glückskeksen.

Schöne Östern vön Öttiliö und Löredono



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