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Kritiker: Januar 2025
Viele Köche vererben den
Brei
Da kommt einem ja wie ein Sputnik die Galle hoch und
schleudert
noch dreimal um den Tisch herum, bevor man an den verbrannten
Kohlsprösschen ersticken muss. Nicht einmal Servietten gabs zum
Kuckuck, au weh, und bei sowas mache ich noch gutgläubig mit, weil ich
denke, es gibt wenigstens was Gscheites zu futtern. Ha, kannst
dir
abschminken, alles was diese Kochlöffelattrappen geschwungen haben,
sind grosse Reden und überhaupt nichts sonst. Mich hätte schon zu
Anfang das magenaufwühlende Misstrauen packen sollen, denn ich kenne ja
diese Köche. Aber
dass sie selber die ganzen Abläufe durcheinander bringen, alle Achtung,
das hätte ich dann doch nicht vermutet. Toll, wirklich, dass am Schluss
nur noch zwei güllenmüggerische Flaschenputzer übrig waren, ja sie
hätten sich ja auch wundersam vermehren können. Aber mit dem Abwaschen
haben sie es eben nicht so. Da darf der klebrige Schinken winken, die
Torte hat Worte und an der Schaumkelle klebt die Donauwelle.
Ach
was, mir wird schon schlecht, wenn ich nur den Moderator angucke. Von
weitem, würg, aber da geht es wahrscheinlich um den Zahltag. Hi hi. Ich
weiss nicht, wie es euch geht, aber anstelle Hunger bekommt man bei
diesem ganzen Schmausen nur das grosse Grausen. Und dann noch stolz
herumerzählen, dass sie nichts haben wegschmeissen müssen ausser den
verbrannten Rösliköhl, ha ha. Ich bin ja kein Fan von der
Küchenschlacht, aber dennoch hätten es diese audiotollen Brüder und
Schwestern verdient, dass man nicht so brutal mit ihnen umgeht. Und
falls man Hühner hat, die picken auch angesengtes Kochgut radiputz auf.
Es leben die Hühner. Und vor allem die Hähnchen, gebacken und
gepfeffert, und mit Chipps und Gripps und einen Schnipps äh Schnapps
für den Schwipps, hi hi.
Historische
Fledderschnauzen
Man möchte es ja nicht glauben. Diese ausgestorbene
Riesenechsenart
in Plüschform nimmt auch hierzulande überhand. Igitt igitt. Sogar Edi
und Geolg garnieren sich exotisch mit putzlumpigem Gruseln aus der
Mottenkiste. Der geistige Futterapparat ist offenbar am Vertrocknen und
diese Wahnklempner machen sich in ihrer unverantwortlichen
Harmoniesucht in die Steinzeitgefilde auf, um ein paar müden Trampeln
verknorzte Hilfeschreie zu entlocken. Pha, wenn ich nicht Schnorbert
wäre, würde ich die putzlumpige Strappsmühle in eine
ordentliche Kiste verfrachten und exotisch garniert dem Sisyphus
widmen. Aber nein, man kommt ja nicht drumrum. Schlotzpiepig sind diese
Bachblütendinos mit ihren chinesischen Etiketten sowieso. Da bekommt ja
nicht einmal das Moos drumrum errötend einen rosa Hauch. Aber dann die
eigenen Kinder im Wald verlieren, ja das passt richtig gut zu diesen
historischen Fledderschnauzen, die nicht einmal bis auf zwei zählen
können. Naja, wenigstens hat man in Gugellandia noch Schafe, die schon
durch lauter Grösse zu dezenter Intelligenz neigen. Aber sicher ist das
nicht. Und im aufkommenden Schlabbernebel verdichtet sich sogar die
Ansicht, dass diese prähistorischen Viecher lieber alles auffressen
würden, ausser mich natürlich. Ich bin ja gespannt, was die im
Kochstudio anrichten, ha ha.
Angsträttchen und
Schisshündchen
Naja, wer eine vorwitzige Nase hat, sollte sie eben
auch einziehen
können, wenn es brenzlig wird. Aber davon hat Edi noch nie etwas
gehört. Ha ha. Dieser graue Pfotenbruder setzt sich ja nachweislich
immer dick in die vorbereitete Tinte. Und auch wenn es nun offiziell
etwas kühler geworden ist, in Gugellandia, soll es nicht heissen, dass
man den Schneid verkümmern lässt und vor Geschlotter nicht mehr hinter
dem Ofenbänklein hervorkommt. Da sollen alle mal mich anschauen,
jawoll, ich habe nämlich diese vermisste Pinguintrulla gefunden,
allerdings hinter dem Sofa! Aber diese Amateurgeier spielen hier
fröhliches Flugseminar ohne meine holde Sekretärin, das wird noch ein
Nachspiel haben, meine Damen und Herren, jawoll. Und dann möchte ich
noch melden, dass man bitte den wöchentlichen Wetterbericht studieren
sollte, bevor man jemanden hierher in die Ferien schickt. Es ist
nämlich so einigermassen Tradition, dass diese Schlauberger in der
einzigen wolkenlosen Stunde ihre News machen und dann wieder wochenlang
nur Nebelschwaden angaffen. Man kann die gugelländischen Flachfaxen bis
zum Apennin hinschlaxen, es bleibt ein traumatisiertes Wunder, wann und
wie oft hier die Sonne scheint. Man hat schon alles probiert.
Abgezockte Flugzeugbeobachtung, unanständige
Flugzeugstreifensondierung, gemeine Flugschweiffahndung und entnebelnde
Neblierungswölkchen-Fotos. Alles ohne Ergebnis. Es ist jeden Tag
anders. Merkt euch das. Ha ha.
Da wird man
ja eulsusig
Ja, da bin ich wieder und sogar doppelt, auch in den
News ist
oberstes Schnorbertprinzip. Könnte eigentlich diesbezügliche
Gehaltserhöhung vertragen, wenn es überhaupt etwas abzukassieren gäbe
in diesem Miesepeterstaat. Es ist ja schon schlimm,
Geduld haben
zu müssen mit diesen Larifarifritzen, aber dann auch noch
Durchhaltevermögen, au weiha, da sind ja zehn Jahre Knast besser als
ein bisschen Januar auf Gugellandia. Und dann kommt ihnen ja immer im
nachhinein die grosse Erleuchtung. Wenn der Besuch wieder abgereist
ist, schnallen sie erst, dass überhaupt jemand da war. Schnapps im Chor
um und umgekehrt. Und dann fällt ihnen so viel ein, was sie hätten
machen können, anstelle mal im vorhinein zu überlegen, was so im
Kalender steht. Wenn man es mit dem Denken nicht so hat, sollte man
vielleicht beim Tun etwas vorsichtiger sein, ha ha. Aber ich darf ja
nicht waffeln, wenn ich selber mitten drin stecke. Wie die überhaupt
von Eulen auf Pinguine kommen, ist mir schleierhaft. Es ist
wahrscheinlich eine jahresübliche Sackgasse, oder ein ideenbedingter
Engpass. Wenn alle vom Abnehmen und Gürtel-enger-schnallen reden, dann
ist es ja klar, wer das nicht macht. Ich. Halte nämlich nichts von den
Hungerveranstaltungen, nein, Torte komme und zwar reichlich,
mit
Sahne und Schokki, sonst
werde ich ganz brav und falle vom Stängeli. Und wer Turnübungen machen
will, der soll das nur tun, aber ohne mich, und im Versteckten. Wer
will denn schon schweisstriefende Knochengerüste mit Heisshunger sehen,
also ich nicht. Und überhaupt, was ist mit meiner nicht ganz
knochendürren Pinguinsekretärin Ramona vom Extra-bluff passiert? Ist
die verhungert oder wird sie nur gemoppt? Sachen gibt es in
Gugellandia, diese wollnichtguten Schlammfratzen sollte man vielleicht
mal behördlich vermelden, aber dann kriege ich wahrschneinlich gar
keine Torte mehr. Sternhagelgopfridstutz. Ha ha. Ich bin heute gaanz
brav, jawoll.
Brav ist nur das Schaf
Wenn man bedenkt, dass das Jahr 52 Wochen hat, und ich
jeden
Dienstag meine arme Pfote vor Entsetzen gegen das Hirn hämmern muss,
weil der stumpfsture Unfug den die gugelländischen Stall- und
Wallköpfe verursachen nicht nur über die Hutschnur sondern auch mir ans
Gebälk geht, dann
wird es Zeit, mal die Fronten zu wechseln. Ich könnte ja Pro
Gugelhausist werden, anstelle Kritiker, zu allem Ja und Amen sagen und
vor lauter Frömme eingehen. Ach nein, wir haben ja zum Glück in der
Mitte irgendwo Ferien. So heiliges Nichtstun wie faule Fliegen mal
hierhin und mal dahin hocken, ach wie sehne ich mich jetzt schon
danach. Mit mir hat nämlich nie jemand Mitleid. Ich rackere mich Woche
für Woche ab, mit meinen hochlöblichen und vor Intelligenz strotzenden
Reden über dieses blödsinnige Wurmnest, dieses sture Flickenvolk, diese
aasgeierhaften Wollfritzen und schreibe in blumigen Worten, was längst
einmal gesagt werden müsste. Dass nämlich und wahrhaftig von diesem
schnorzblöden Gugelhausen nichts mehr übrig ist, wenn man den
unpädagogischen Lack abschmiert und mit Kugelschreiber Stinkhäkchen
darübersaut und das Ganze rückwärts liest. Jawoll. Macht das mal, und
ihr werdet euch wundern. Wenn die ganze luftgefilterte Stinkbrühe in
einem Guss auf uns niederprasselt, wer will da nicht lieber den
Nachttopf aufhalten und den ganzen Scheiss rückwärts abservieren, und
zwar dorthin, wo er hingehört. Ins Juhuda-Dreieck nämlich, wo sich
Stinkkäfer und Güllenfloh gute Nacht sagen. Wo der Gugel
rollt das
Nilpferd schmollt und keiner tut, was er sollt, ha ha. Ich wünsche all
meinen treuen Lesern, das was sie sich selber am meisten wünschen. Aber
wer mir einen Knopf in die Zunge wünscht, der soll auch einen haben,
gratis und franko, doppelt und dreifach, ha ha, und dann hat es sich
ausgewünscht.