Hallo, ich bin Schnorbert, Kritiker von Beruf
Seit November 2014 bin ich nun hier in Gugellandia und das ist ja schon eine Strafe. Ich bekleide das wichtige Amt des Kritikers. Keiner ist vor meinen Kommentaren sicher. Ich zerreisse alles und jeden in der Luft. Darum lieben mich wahrscheinlich alle.
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Kritiker: Januar 2025





 
 Viele Köche vererben den Brei
Da kommt einem ja wie ein Sputnik die Galle hoch und schleudert noch dreimal um den Tisch herum, bevor man an den verbrannten Kohlsprösschen ersticken muss. Nicht einmal Servietten gabs zum Kuckuck, au weh, und bei sowas mache ich noch gutgläubig mit, weil ich denke, es gibt wenigstens was Gscheites zu futtern. Ha, kannst dir abschminken, alles was diese Kochlöffelattrappen geschwungen haben, sind grosse Reden und überhaupt nichts sonst. Mich hätte schon zu Anfang das magenaufwühlende Misstrauen packen sollen, denn ich kenne ja diese Köche. Aber dass sie selber die ganzen Abläufe durcheinander bringen, alle Achtung, das hätte ich dann doch nicht vermutet. Toll, wirklich, dass am Schluss nur noch zwei güllenmüggerische Flaschenputzer übrig waren, ja sie hätten sich ja auch wundersam vermehren können. Aber mit dem Abwaschen haben sie es eben nicht so. Da darf der klebrige Schinken winken, die Torte hat Worte und an der Schaumkelle klebt die Donauwelle. Ach was, mir wird schon schlecht, wenn ich nur den Moderator angucke. Von weitem, würg, aber da geht es wahrscheinlich um den Zahltag. Hi hi. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber anstelle Hunger bekommt man bei diesem ganzen Schmausen nur das grosse Grausen. Und dann noch stolz herumerzählen, dass sie nichts haben wegschmeissen müssen ausser den verbrannten Rösliköhl, ha ha. Ich bin ja kein Fan von der Küchenschlacht, aber dennoch hätten es diese audiotollen Brüder und Schwestern verdient, dass man nicht so brutal mit ihnen umgeht. Und falls man Hühner hat, die picken auch angesengtes Kochgut radiputz auf. Es leben die Hühner. Und vor allem die Hähnchen, gebacken und gepfeffert, und mit Chipps und Gripps und einen Schnipps äh Schnapps für den Schwipps, hi hi.
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 Historische Fledderschnauzen
Man möchte es ja nicht glauben. Diese ausgestorbene Riesenechsenart in Plüschform nimmt auch hierzulande überhand. Igitt igitt. Sogar Edi und Geolg garnieren sich exotisch mit putzlumpigem Gruseln aus der Mottenkiste. Der geistige Futterapparat ist offenbar am Vertrocknen und diese Wahnklempner machen sich in ihrer unverantwortlichen Harmoniesucht in die Steinzeitgefilde auf, um ein paar müden Trampeln verknorzte Hilfeschreie zu entlocken. Pha, wenn ich nicht Schnorbert wäre, würde ich die putzlumpige Strappsmühle in eine ordentliche Kiste verfrachten und exotisch garniert dem Sisyphus widmen. Aber nein, man kommt ja nicht drumrum. Schlotzpiepig sind diese Bachblütendinos mit ihren chinesischen Etiketten sowieso. Da bekommt ja nicht einmal das Moos drumrum errötend einen rosa Hauch. Aber dann die eigenen Kinder im Wald verlieren, ja das passt richtig gut zu diesen historischen Fledderschnauzen, die nicht einmal bis auf zwei zählen können. Naja, wenigstens hat man in Gugellandia noch Schafe, die schon durch lauter Grösse zu dezenter Intelligenz neigen. Aber sicher ist das nicht. Und im aufkommenden Schlabbernebel verdichtet sich sogar die Ansicht, dass diese prähistorischen Viecher lieber alles auffressen würden, ausser mich natürlich. Ich bin ja gespannt, was die im Kochstudio anrichten, ha ha. 
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 Angsträttchen und Schisshündchen
Naja, wer eine vorwitzige Nase hat, sollte sie eben auch einziehen können, wenn es brenzlig wird. Aber davon hat Edi noch nie etwas gehört. Ha ha. Dieser graue Pfotenbruder setzt sich ja nachweislich immer dick in die vorbereitete Tinte. Und auch wenn es nun offiziell etwas kühler geworden ist, in Gugellandia, soll es nicht heissen, dass man den Schneid verkümmern lässt und vor Geschlotter nicht mehr hinter dem Ofenbänklein hervorkommt. Da sollen alle mal mich anschauen, jawoll, ich habe nämlich diese vermisste Pinguintrulla gefunden, allerdings hinter dem Sofa! Aber diese Amateurgeier spielen hier fröhliches Flugseminar ohne meine holde Sekretärin, das wird noch ein Nachspiel haben, meine Damen und Herren, jawoll. Und dann möchte ich noch melden, dass man bitte den wöchentlichen Wetterbericht studieren sollte, bevor man jemanden hierher in die Ferien schickt. Es ist nämlich so einigermassen Tradition, dass diese Schlauberger in der einzigen wolkenlosen Stunde ihre News machen und dann wieder wochenlang nur Nebelschwaden angaffen. Man kann die gugelländischen Flachfaxen bis zum Apennin hinschlaxen, es bleibt ein traumatisiertes Wunder, wann und wie oft hier die Sonne scheint. Man hat schon alles probiert. Abgezockte Flugzeugbeobachtung, unanständige Flugzeugstreifensondierung, gemeine Flugschweiffahndung und entnebelnde Neblierungswölkchen-Fotos. Alles ohne Ergebnis. Es ist jeden Tag anders. Merkt euch das. Ha ha.
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 Da wird man ja eulsusig
Ja, da bin ich wieder und sogar doppelt, auch in den News ist oberstes Schnorbertprinzip. Könnte eigentlich diesbezügliche Gehaltserhöhung vertragen, wenn es überhaupt etwas abzukassieren gäbe in diesem Miesepeterstaat. Es ist ja schon schlimm, Geduld haben zu müssen mit diesen Larifarifritzen, aber dann auch noch Durchhaltevermögen, au weiha, da sind ja zehn Jahre Knast besser als ein bisschen Januar auf Gugellandia. Und dann kommt ihnen ja immer im nachhinein die grosse Erleuchtung. Wenn der Besuch wieder abgereist ist, schnallen sie erst, dass überhaupt jemand da war. Schnapps im Chor um und umgekehrt. Und dann fällt ihnen so viel ein, was sie hätten machen können, anstelle mal im vorhinein zu überlegen, was so im Kalender steht. Wenn man es mit dem Denken nicht so hat, sollte man vielleicht beim Tun etwas vorsichtiger sein, ha ha. Aber ich darf ja nicht waffeln, wenn ich selber mitten drin stecke. Wie die überhaupt von Eulen auf Pinguine kommen, ist mir schleierhaft. Es ist wahrscheinlich eine jahresübliche Sackgasse, oder ein ideenbedingter Engpass. Wenn alle vom Abnehmen und Gürtel-enger-schnallen reden, dann ist es ja klar, wer das nicht macht. Ich. Halte nämlich nichts von den Hungerveranstaltungen, nein, Torte komme und zwar reichlich, mit Sahne und Schokki, sonst werde ich ganz brav und falle vom Stängeli. Und wer Turnübungen machen will, der soll das nur tun, aber ohne mich, und im Versteckten. Wer will denn schon schweisstriefende Knochengerüste mit Heisshunger sehen, also ich nicht. Und überhaupt, was ist mit meiner nicht ganz knochendürren Pinguinsekretärin Ramona vom Extra-bluff passiert? Ist die verhungert oder wird sie nur gemoppt? Sachen gibt es in Gugellandia, diese wollnichtguten Schlammfratzen sollte man vielleicht mal behördlich vermelden, aber dann kriege ich wahrschneinlich gar keine Torte mehr. Sternhagelgopfridstutz. Ha ha. Ich bin heute gaanz brav, jawoll.
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 Brav ist nur das Schaf
Wenn man bedenkt, dass das Jahr 52 Wochen hat, und ich jeden Dienstag meine arme Pfote vor Entsetzen gegen das Hirn hämmern muss, weil der stumpfsture Unfug den die gugelländischen Stall- und Wallköpfe verursachen nicht nur über die Hutschnur sondern auch mir ans Gebälk geht, dann wird es Zeit, mal die Fronten zu wechseln. Ich könnte ja Pro Gugelhausist werden, anstelle Kritiker, zu allem Ja und Amen sagen und vor lauter Frömme eingehen. Ach nein, wir haben ja zum Glück in der Mitte irgendwo Ferien. So heiliges Nichtstun wie faule Fliegen mal hierhin und mal dahin hocken, ach wie sehne ich mich jetzt schon danach. Mit mir hat nämlich nie jemand Mitleid. Ich rackere mich Woche für Woche ab, mit meinen hochlöblichen und vor Intelligenz strotzenden Reden über dieses blödsinnige Wurmnest, dieses sture Flickenvolk, diese aasgeierhaften Wollfritzen und schreibe in blumigen Worten, was längst einmal gesagt werden müsste. Dass nämlich und wahrhaftig von diesem schnorzblöden Gugelhausen nichts mehr übrig ist, wenn man den unpädagogischen Lack abschmiert und mit Kugelschreiber Stinkhäkchen darübersaut und das Ganze rückwärts liest. Jawoll. Macht das mal, und ihr werdet euch wundern. Wenn die ganze luftgefilterte Stinkbrühe in einem Guss auf uns niederprasselt, wer will da nicht lieber den Nachttopf aufhalten und den ganzen Scheiss rückwärts abservieren, und zwar dorthin, wo er hingehört. Ins Juhuda-Dreieck nämlich, wo sich Stinkkäfer und Güllenfloh gute Nacht sagen. Wo der Gugel rollt das Nilpferd schmollt und keiner tut, was er sollt, ha ha. Ich wünsche all meinen treuen Lesern, das was sie sich selber am meisten wünschen. Aber wer mir einen Knopf in die Zunge wünscht, der soll auch einen haben, gratis und franko, doppelt und dreifach, ha ha, und dann hat es sich ausgewünscht.
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