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Garten- und Blumenkolumne, Pflanzenexperte und Ratgeber
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Gartenecke: Juli 2022
Ruhepause
Auch Grünling hängt seiner Lieblingsbeschäftigung nach
Schmucklilie (Agapanthus africananus)
13. Juli 2022:
Diese dekorative Zierpflanze, die
afrikanische Lilie (Agapanthus africanunus)
, auch Schmuck- oder Liebesblume genannt, erfreut so manches Gärtnerherz. Sie gehört zur Familie der Amaryllisgewächse innerhalb der Ordnung der Spargelgewächse. Seit dem 17. Jhd. wird diese Pflanze in Europa kultiviert. Sieben Agapanthus-Arten mit etlichen Unterarten werden klassifiziert. Die glockige-, die röhrenblättrige-, die afrikanische-Lilie und andere, sowie viele Hybriden mit den Namen "Albus, Blue Giant, Blue Globe, Blue Perfection, Blue Triump, Donau, Josephine, Goliath, Intermedia, Wolga" und vielen mehr.
Die Blätter der afrikanischen Lilie sind ungestielt und parallelnervig, der Blattrand ist glatt und sie können bis zu einen Meter lang werden. Aus der Mitte wächst dann ein langer Stiel, der einen Blütenschaft hervorbringt. Dieser kann bis zu 180 cm lang werden, öffnet sich schlussendlich und bringt einen kugeligem Blütenkopf hervor, welcher mehrere Einzelblüten trägt. Diese sechs gleichgestalteten Blütenhüllblätter können weiss, blau oder violett sein. Wie der Name bereits besagt, ist die Heimat Südafrika. Unten besitzt die Pflanze unter- und auch oberirdische Rhizome mit dicken immergrünen Trieben, die gifitge Saponine enthalten.
Früher haben die südafrikanischen Ureinwohner die Pfeilspitzen damit eingerieben, um Ihre Opfer damit zu vergiften. Das Anknabbern oder der Verzehr der Rhizome endet für Haustiere meist tödlich.Alle Teile der Pflanze sind giftig, wenn auch nicht so stark wie die Rhizome, auf alle Fälle sollte man beim Anfassen Handschuhe tragen, da es eventuell Hautirretationen geben könnte. Die Blütezeit ist von Juli bis in den September hinein. Nach der Blüte entwickeln sich Kapselfrüchte, die 10 bis 100 schwarze ölhaltige Samen enthalten.
Die afrikanische Lilie ist nicht winterfest, darum wird sie zumeist in Kübeln gehalten. Längere Trockenheit übersteht die Pflanze dank ihres kräftigen Wurzelwerkes in der Regel unbeschadet. Während der Blütezeit ist sie aber sehr durstig, man achte aber darauf, dass keine Staunässe auftritt. Sie mag einen vollsonnigen Ort. Im Winter stellt man die Kübelpflanze an einen hellen Ort bei 2 bis 7 Grad. Möglichst trocken halten, aber nicht verdursten lassen. Gelbe Blätter im Herbst und im Winter sind nicht beunruhigend, man schneidet sie einfach wegen der Optik ab. Beim Umtopfen sei gesagt, dass die Pflanze nur einen etwas grösseren Topf als vorher benötigt. Das geschieht aber nur alle paar Jahre, wenn der Wurzelballen den Topf sprengen will. Der Topf sollte nur ein wenig grösser sein als der Wurzelballen. Ist der Topf zu gross, wird die Pflanze blühfaul.
Die Vermehrung erfolgt in der Regel durch Teilen des Wurzelballens. Mit Hilfe eines Spatens, einer Axt oder einer Säge wird dieser geteilt. Nach der Teilung im ersten Jahr fällt allerdings die Blüte etwas schwächer aus. Altenativ ist die Aussaat der Samen möglich. Im Februar bei einer Temperatur von 20 bis 25 Grad sind die Samen leicht mit Erde zu bedecken, feucht zu halten und nach etwa 4 Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge, welche man nach 3 Monaten in Einzeltöpfe verpflanzen kann. Allgemein vertragen die afrikanischen Lilien kurzzeitig auch Temperaturen von -5 Grad, wenn sie mit Mulch oder Reisig in der freien Natur abgedeckt sind. Mittlerweile gibt es aber unzählige Hybriden, welche man unbesorgt im Freien pflanzen kann. Die Blütenstiele sind auch hervorragend geeignet als Schmuck in Vasen, darin halten sie 14 Tage lang, solange auch das Wasser immer wieder gewechselt wird.In feier Natur kann man sich jedoch viel länger daran erfreuen.
Euer Grünling
Rondini Floridor sowie über Zucchetti
06. Juli 2022:
Wir bekamen unter anderem zu Weihnachten von den Plüschpiraten aus Berlin eine Samenpackung Rondini. Mittlerweile sind deren sechs Plänzchen gross und tragen leuchtend gelbe ballförmige Früchte. Die
Rondini Floridor
ist eine Züchtung bzw. ein Hybrid aus der Zucchetti-Pflanze, welche ihrerseits eine Unterart des Gartenkürbisses ist. Dieser gelangte nach Europa und wurde in Italien gezüchtet, vermehrt und gekreuzt, bis die Zucchetti, wie wir sie heute kennen, entstanden. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Formen von Zucchetti mit weissen, gelben, creme-grünen, dunkelgrünen oder gestreiften Früchten, länglich, oval oder rundlich.
Erstmals beschrieben von einem botanischen Gärtner im Jahre 1856. Was alle diese Pflanzen gemeinsam haben, sie tragen weibliche und männliche Blüten. Die Männlichen haben einen langen Stiel und bilden keine Früchte. Ein einzelnes Exemplar hat unterschiedliche Blütezeiten der weiblichen und männlichen Blüten, sodass eine Selbstbestäubung verhindert wird. Aus diesem Grunde trägt eine einzelne Pflanze keine oder nur sehr selten Früchte. Darum ist der Anbau von mehreren Pflanzen enorm wichtig.
Die Rondini Floridor ist keine rankende Pflanze, sie wächst buschig, hat weiss gesprenkelte grosse Blätter und im Herz der Pflanze wachsen fortlaufend Früchte, die noch jung geerntet werden wollen. Regelmässiges Ernten fördert die weitere Blütenbildung und somit den neuen Fruchtansatz. Hummeln, Bienen und auch andere Insekten sorgen für die Bestäubung. Pro Woche kann man etwa 5 Früchte je Pflanze ernten, und das von Juni bis Oktober. Die Früchte der Rondini Floridor enthalten viele grosse Samen. Keimtemperatur im Frühling liegt bei 16 - 22 Grad, die Keimdauer liegt bei 6 - 12 Tagen, und die erste Ernte beginnt nach etwa 55 Tagen.
Die Lagerung der Früchte, insofern sie nicht sofort verspeist werden, sollte nicht unter 8 Grad sein und es ist darauf zu achten, dass keine "klimakterischen Früchte" in der Nähe sind, da sie so schnell verderben. (Klimakterische Früchte sind z.B. Aprkosen, Bananen, Feigen, Kiwis, Mangos, Papaias, Pfirsiche, Tomaten etc., Nichtklimakterische Früchte sind: Heidlbeeren, Gurken, Limetten, Orangen, Zitronen, Trauben etc.) Ältere Exemplare verhärten und können als Herbstdekoration verwendet werden. Zum Abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass bitter schmeckende Zucchetti einen Bitterstoff enthalten, der selbst durch Kochen nicht zu elimnieren ist, und Übelkeit bis hin zu lebensbedrohlichen Darmschäden führen kann. Die im Laden Gekauften sollten keine Bitterstoffe enthalten, es ist aber wichtig für jeden Hobbygärtner zu wissen, dass keinenfalls Zierkürbisse in der Nähe angepflanzt wurden, bzw. von wo man die Samen erhalten hat.
Euer Grünling
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