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Insekten, Amphibien und anderes Kleingetier
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Insekten: April 2019
Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoridae apterus)
28. April 2019:
Jetzt im Frühling trifft man an sonnigen Stellen in Scharen diese niedlichen Tiere. Es handelt sich dabei um die
gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoidae apterus)
. Auffallend ist ihre rote Färbung mit den unterschiedlichsten schwarzen Mustern auf dem Hinterleib. Hierbei sind die Panzer mit Dreiecken, Strichen und Punkten verziert. Von den Feuerwanzen gibt es rund 400 Arten, wovon im europäischen Raum nur 5 Arten bekannt sind. Der Kopf ist dreieckig, und diese Tiere werden 8-20mm gross.
Die Feuerwanze ist ein Rudeltier. Am Speisezettel stehen vor allem die Samen von der Linde. Neben Robinien und Rosskastanie sind sie bei Malvengewächsen anzutreffen, wo sie ihre Nahrungsquellen finden. Sie haben keine Beisswerkzeuge, sondern nehmen die Nahrung in flüssiger Form durch ihren Stechrüssel zu sich. Dabei wird der Stechrüssel in die abgefallenen Samen eingeführt und der Saft herausgesaugt. Hierbei sei gesagt, dass die Saugfähigkeit sich nur auf kleine Bereiche beschränkt. Somit sind diese Insekten keine Gefahr für Pflanzen, somit gelten sie als "Lästlinge" und sind somit keine wirklichen Schädlinge. Stören sie im Garten, kann man sie mit Schaufel und Besen in einen Eimer geben und andererorts wieder in die Natur lassen.
Die Flügel der Feuerwanzen sind zu 95% verkürzt bzw. verkümmert, daher können sie auch nicht fliegen. Mitunter findet man Männchen mit vollentwickelten Flügeln, das sind aber eher die Ausnahmen. Die Paarungszeit erstreckt sich von April bis Mai, die in der Regel 30 Stunden dauern kann. Dabei laufen sie fest aneinandergekettet vor und rückwärts. Anschliessend werden vom Weibchen 30 bis 100 Eier gelegt. Die schlüpfenden Larven durchlaufen fünf Entwicklungsstadien, an deren Ende jeweils eine Häutung steht. Nach etwa 2 Monaten sind sie ausgewachsen. Junge Feuerwanzen erkennt man daran, dass sie noch nicht über die auffällige Färbung verfügen.
Im Herbst, wenn das Laub fällt, suchen sie sich ein Winterquartier und rotten sich in Gruppen zur Überwinterung zusammen. Die Feuerwanzen können bis zu 2 Jahre alt werden. Zudem haben sie nur wenige Feinde. Jeder Vogel, der einmal eine Feuerwanze probiert hat, tut dies bestimmt nur einmal, denn sie schmecken scheusslich. Zudem sondern sie mit ihrer Stinkdrüse ein Sekret ab, welches nach Moschusochse riecht. Und mit ihrer rot leuchtenden Farbe sind sie ein unverkennbares Warnzeichen, was heissen soll: "Achtung ich bin giftig und schmecke nicht". Es heisst aber, dass sie eine wichtige Nahrungsquelle für Igel und andere Insekten sind. Ein interessantes Tier und hier in Gugellandia sehr oft anzutreffen, Euer Klepf.
Osterferien (paschae dies festos)
21. April 2019:
Heute ist Ostersonntag, Feiertag in Gugellandia. Wir sind alle mit der Eiersuche beschäftigt, und schlagen uns die Bäuche voll. Auch wenn heute kein Artikel von mir vorliegt, möchte ich Euch die aktuellsten Fotos von dieser Woche zeigen. Ich wünsche allen Naturliebhabern ein frohes und gemütliches Osterfest. Euer Klepf
Teichfrosch (Rana esculante)
14. April 2019:
Vor einigen Jahren brachte Edi vom Fluss Erro einige Kaulquappen mit, und setzte sie in einem unserer Teiche zu den Goldfischen aus. Mittlerweile hat es aus diesen eine wundersame Vermehrung an Teichfröschen
gegeben. Der
Teichfrosch (Rana esculante
) ist eine Kreuzung zwischen dem kleinen echten Wasserfrosch (Rana lessonae) und dem Seefrosch (Rana ridibuda).
Auffallend ist ihre schöne grüne Farbe, die schwarzen Punkte auf dem Rücken und natürlich ihre schönen goldenen Augen. Zur Winterzeit verkriechen sie sich entweder in Erdhöhlen oder aber verschwinden im Schlamm auf dem Grund des Teiches. In dieser Zeit nimmt der Frosch den Sauerstoff über die Haut auf und befindet sich in einer sogenannten Winterstarre. Sobald es wärmer wird, das ist meist Anfang April der Fall, erwacht er wieder.
Seine Hauptnahrung besteht aus Insekten, sowie kleinen, wirbellosen Tieren wie Regenwürmern. Er fängt seine Beute mit einem Sprung oder sitzt regungslos auf einem Seerosenblatt, am Teichrand oder auch in der Wiese und wartet, bis ein Leckerbissen vorbeikommt. Dann schnappt er blitzschnell mit seiner Zunge zu. Die Paarungszeit beginnt mit einem Froschkonzert Anfang Mai bis Ende Juni. Die Männchen rufen "oäk, oäk" als Revierruf, der typische Paarungsruf ist ein keckern mit "reck-keck-keck-keck-keck". Die Weibchen selber haben keine Schallblase, sie können höchstens leise quietschen und Grundlaute von sich geben.
Beim Männchen treten seitlich des Maules zwei leuchtendweisse grosse Schallblasen heraus, und verfügen so über reichhaltige und verschieden Lautäusserungen. Je mehr und länger diese aufgeblasen werden,desto lauter und anhaltender ist der "Gesang". Man kann das Keckern bis zu 2km weit hören. Bei der Paarung begibt sich das Weibchen in die Nähe des Männchens, wo es dann zu Rangeleien kommt. Das Verhältnis: auf ein Weibchen kommen 3 Männchen. Diese klammern sich am Rücken fest, um nicht von den Kontrahenten wieder heruntergestossen zu werden.
Nach ein paar Tagen legen die Weibchen mehrere Ballen im Wasser an Wasserpflanzen. Jeder Ballen entält ca. 500-1'000 Eier. Die nach kurzer Zeit ausgeschlüpften Kaulquappen ernähren sich von Algen und nach 2-3 Monaten erfolgt die Metamorphose. Das ist die Umwandlung zum Lungenatmer und Landtier. Anfangs bilden sich die vier Beine und der Schwanz wird abgeworfen. Nach 1-2 Jahren sind die Frösche dann geschlechtsreif und werden 5-6 Jahre alt.
Die Weibchen können eine stattliche Grösse erreichen, und die Rumpflänge kann gut und gerne 18 cm betragen. Die Männchen sind in der Regel etwas kleiner. Ihre eingeklappten Hinterbeine sind sehr muskulös und ermöglichen den Tieren weite Sprünge. Mit zwei Sätzen springen sie gut und gerne über 4 Meter weit. Der ausgewachsene Teichfrosch macht auch gerne längere Landspaziergänge. Allerdings haben sie auch viele Feinde. Als Kaulquappe sind sie Fischfutter, und als Frosch fürchten sie Vögel, Marder, Waschbären und Schlangen. Deshalb sitzen sie oft regungslos auf einem Platz, und sobald sich Gefahr nähert, hüpfen sie mit einem grossen Sprung ins Wasser und tauchen in den Schlamm ein. Uns gefällt neben ihrem Aussehen mit den goldenen Augen vor allem aber ihr Keckern, was zur Paarungszeit Tag und Nacht anhält und uns immer wieder erheitert. Euer Klepf
Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus)
07. April 2019:
Jetzt im Frühling ist mein Forscherteam, bestehend aus Edi und William, kaum mehr zu bremsen. Denn was es jetzt hat, das sind die
schwarzblauen Ölkäfer (Meloe prosarabaeus)
. Bei schönem Wetter sind sie im Gras hier in Gugellandia überall am herumwuseln. Es ist sowohl Fressens- als auch Paarungszeit. Man kennt sie auch unter den Trivialnamen: Maiwurm, Pflasterkäfer oder Blasenkäfer. Auffallend ist der Chitin-Panzer, der schwarzblau leuchtend ist.
Diese Käfer können nicht fliegen und werden 5-45 cm lang. Von April bis Juni sind sie auf den Wiesen zu finden. In Deutschland stehen sie in der
Roten Liste
der gefährdeten Arten. Es sind dies tagaktive Tiere und sie halten sich ausschliesslich am Boden auf. Ernährungstechnisch leben sie von Pflanzenteilen. Da wird kein Gräslein/Blättlein ausgelassen. Der Hunger ist um diese Jahreszeit von riesig. Bei Gefahr sondern sie aus ihren Kniegelenken ein gelbes Wehrsekret ab, das einen Giftstoff enthält.
Nach der Paarung legt das Weibchen, welches bedeutend grösser als das Männchen ist, 5-6 Mal in Abständen von 1-2 Wochen über 10'000 Eier in den Boden. Die Eier überwintern und schlüpfen im nächsten Frühling. Und jetzt beginnt der interessante Teil. Die geschlüpfte Larve klettert nun auf Blüten und wartet. Sobald ein Insekt, sei es Biene, Hummel oder Wespe die Bestäubung vornimmt, klammert sich die kleine Larve an deren Körper. Der Wirt nimmt unfreiwillig die Larve in seinen Bau, wo letztere sich über die Larven des Wirtes hermachen sollte.
Das ganze funktioniert allerdings nur bei solitären Bienen, auch Einsiedlerbienen genannt. Heftet sie sich allerdings an einer Honigbiene oder auch einer Ameise fest, wird sie in deren Bau selber gefressen. Jedes Nest dieser solitären Bienen enthält 4-30 Brutzellen, die gebaut und versorgt werden. Je ein Ei wird darin abgelegt, es wird mit Proviant, einer Mischung von Pollen und Nektar gefüllt. Danach wird die Zelle wieder verschlossen. Die mitgeführte kleine Käferlarve verspeist als erstes das Ei der Biene. Danach häutet sie sich und wird eine kurzbeinige madenartige, blinde Sekundärlarve, die nun den Honigpollenbrei auffrisst und sich weitere 3 mal häutet. Danach wandert sie aus dem Nest und wird eine Scheinpuppe, die überwintert und im Frühling als fertiger Käfer ausschlüpft.
Und nun beginnt der Kreislauf von Neuem. Das Weibchen legt ihre Eier, die kleinen geschlüpften Larven klettern auf Blüten, wo sie Bienen auflauern. Mit ihren Klauen (die Larven werden "Dreiklauer" genannt) heftet sie sich fest und lässt sich in den Bienenstock bringen. Insgesamt sind 37 Arten des Ölkäfers bekannt. Der Schwarzblaue, so wie er bei uns heimisch ist, ist in ganz Europa, dem Kaukasus und in Zentralafrika beheimatet. Andere Arten bedienen sich, was die Vermehrung anbelangt auf die selbe Art und Weise, nur mit dem Unterschied, dass die Wirte verschieden sind. Da gibt es zum Beispiel auch noch den Pelzbienen-Ölkäfer. Aber alle haben eines gemeinsam, sie sind sehr selten geworden. Gut gibt es Gugellandia, wo die Natur noch leben darf. Euer Klepf
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